Rezension: Totentänze, Beatrix Gurian, Susanne Mischke, Krystyna Kuhn, Manuela Martini

Titel: Totentänze
Autorinnen: Beatrix Gurian, Susanne Mischke, Krystyna Kuhn, Manuela Martini
Genre: Thriller
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: 2013
Seitenanzahl: 224
ISBN:  978-3401066059
Preis: 5,99€

 

 

 

Inhalt:

Levke verschwindet auf der Klassenfahrt spurlos.
Klara verhält sich zunehmend seltsam.
Lina will den schweren Unfall ihres Bruders rächen.
Lena wird von einer unheimlichen Stimme verfolgt und zweifelt langsam an ihrem Verstand…


Vier packende Psychothriller in einem Band – Spannung, die unter die Haut geht!
Quelle: http://www.arena-verlag.de/artikel/totentanze-978-3-401-80218-3

Zusammenfassung:

Auf einer Klassenfahrt nach Rom, nach einem Ausflug in die Katakomben, ist Levke unauffindbar. Da Levke immer Aufmerksamkeit braucht, ahnt niemand etwas. Auch ihre Freundin Roxi nicht, die ohnehin sauer nach einem Streit mir ihr ist.

Klara kommt neu in die Klasse 9b und ist schon bald der Star der Schule. Doch sie ist unnahbar und redet nur mit älteren Schülern, weshalb die eifersüchtigen Mädchen aus ihrer Klasse, hinter ihrem Rücken über ihre nicht vorhandenen Designerklamotten lästern. Schon bald verändert sich Klara und keiner bemerkt die Gefahr, in der sie schwebt...

Seit Linas Bruder einen schweren Autounfall erlitten hat, will sie um jeden Preis denjenigen zur Rechenschaft ziehen, der ihn dazu veranlasst hat, gegen den Baum zu fahren. Ihr Augenmerk fällt auf die Freundin seines Bruders und bestellt sie zu sich nach Hause zum Schwimmen....

An Halloween wird Lena von einer unheimlichen Stimme verfolgt. Doch in dem Haus, in dem sie jetzt wohnt hat sie niemanden mehr, der sie beschützt oder bei dem sie sich geborgen fühlt. Langsam beginnt sie an ihrem Verstand zu zweifeln...

Meine Meinung:

Jede dieser Geschichten war eine Entdeckung für sich! 
In der ersten Geschichte haben mir die Zeitsprünge gefallen, denn sie zeigen den extremen Gegensatz zwischen vorher und nachher. Roxis Bewertungen der Tage an denen Levke verschwand machen deutlich, wie sie sich schämt für ihre Fehler und geben einen tiefen Einblick in ihre Gefühlswelt. Dadurch kann man sich sehr gut in sie einfühlen und man hat den Eindruck, mit in dieser Geschichte zu sein, bei ihr im Taxi oder in der Jugendherberge. Das Ende war ein wenig zu abrupt, aber dafür ist es ja auch eine Kurzgeschichte. 

Bei der zweiten Geschichte stieg man sofort bei Klaras Ankunft ein, weshalb der Gegensatz der zwei Zeiten nur zwischen den Zeilen hervorkam. Trotzdem spürt man deutlich, wie plötzlich alle sich verändern und Klaras Ausstrahlung fügen. Das sie unnahbar wirkt schreckt keinen ab. Im Gegenteil: Es macht sie interessanter. Ich persönlich habe es sehr genossen, herauszufinden, was an Klara anders ist, bzw. was sie anders macht. Ihre Geheimnisse. Als es gelüftet wurde, fühlte ich mit Klara und es machte deutlich, wie stark sie ist. Es macht einen traurig und wütend, aber ich will ja nicht zu viel sagen.

Die dritte hat mir persönlich am Besten gefallen. Man bekam die Geschichte aus der Perspektive von Lina und ihrem Bruder erzählt und man kann Lina einfach verstehen. Ihre Sicht der Geschichte ist durchaus plausibel und man kann ihren Zorn richtig fühlen. Wie sehr sie ihren Bruder liebt und alles für ihn tun würde, ist rührend. Allerdings muss man auch sagen, dass Lina entweder ihren Bruder schlecht kennt oder sie in ihrem Zorn einfach nicht nachdenkt. Ich vermute eher letzteres. Besonders hier ist die Spannung zu spüren, als Lina wie ein Raubtier darauf wartet, das sie die Freundin unter Wasser ziehen kann. Bestimmt der größte Albtraum vieler. 

Passend zur vorherigen Geschichte, hat mir diese nicht so gut gefallen. Ich bin nicht so der Typ für unheimliche Stimmen hören und so, aber Lenas Situation bringt einen auf den Boden der Tatsachen zurück. Stück für Stück wird dem Leser ihre schicksalhafte Geschichte erzählt, die mir persönlich nahegeht, denn ich kenn jemanden mit einem ähnlichen Schicksal, was die Mutter betrifft und kann Lena nur verstehen. Ihren Zorn, ihre Traurigkeit und ihre Schuldgefühle. Als am Ende herauskam, was hinter der unheimlichen Stimme steckte, war ich sauer, aber lest lieber selbst. 

Cover:

Hat nichts mit Erotik zu tun (will ich nur an alle gesagt haben, die das wegen der Maske und der Rose denken). Ansonsten ist es schön gemacht, aber eben nicht typisch für einen Thriller, aber für Arena. ;)

Fazit:

Pro
4 spannende, lesenswerte Thriller
Contra
letzte Geschichte war nicht so mein Ding
 


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